IranNeo stellt Ihnen nachfolgend wichtige Informationen zu Gesundheitsthemen im Iran zur Verfügung. Diese Hinweise sollen nur einen Überblick bieten und ersetzen auf keinen Fall die kompetente Beratung durch einen Reisemediziner. Bevor Sie mit IranNeo in Ihren Urlaub starten, nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um sich mit den gesundheitlichen Bestimmungen in Ihrem Reiseland vertraut zu machen. Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de.

Impfempfehlungen für den Iran

Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird nur dann verlangt, wenn Sie innerhalb von sechs Tagen vor Ihrer Einreise in den Iran ein Gelbfieberinfektionsgebiet besucht haben. Ansonsten gibt es für den Iran keine vorgeschriebenen Impfungen. Empfohlen werden jedoch die Standardimpfungen Tetanus, Polio und Diphterie sowie Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten sind zudem Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfehlenswert.

Mittleres Malariarisiko im Iran

Im Osten des Irans und in der Grenzregion zum Irak besteht ein mittleres Übertragungsrisiko. Im Norden und in den Grenzgebieten zu Aserbeidschan und Armenien, insbesondere während der Sommermonate, gilt das Risiko als gering. Malaria wird durch den Stich der nachtaktiven Anopheles-Mücke übertragen. Daher ist ein sorgfältiger Schutz vor Moskitos die beste Prävention. Ganz besonders in der Dämmerung und nachts sollten Sie folgende Maßnahmen treffen:

  • Tragen Sie lange und helle Kleidung
  • Schlafen Sie unter imprägnierten Moskitonetzen
  • Tragen Sie regelmäßig Insektenschutzmittel auf freie Hautstellen auf
  • Halten Sie sich in Mücken-geschützten Räumen auf (Fliegengitter, Klimaanlagen)

Auch tagsüber ist ein ausreichender Mückenschutz wichtig, um ebenfalls durch Insektenstiche übertragene Krankheiten wie dem Phlebotomen Fieber, dem West Nil Fieber oder dem Krim-Kongo- Fieber vorzubeugen. Eine Malariaprophylaxe in Form von Tabletten wird generell nicht empfohlen und sollte nur in Ausnahmefällen erwogen werden.

Durchfallerkrankungen

Aufgrund von Nahrungsumstellung, verunreinigtes Trinkwasser und mangelnde Hygiene kommt es während einer Reise häufig zu Darmerkrankungen. Deshalb empfehlen wir Ihnen kein Leitungswasser zu trinken und auch zum Zähneputzen möglichst Trinkwasser zu benutzen. Für Obst und Gemüse gilt: vor dem Verzehr schälen oder kochen! Vor allem Fleisch sollte gut durchgebraten werden. Generell sollten Sie allgemeine Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen beachten. Sollten Sie dennoch an Durchfall erkranken, achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und ruhen Sie sich aus. Die Mitnahme von Loperamid kann sinnvoll sein, wenn sich eine Überlandfahrt nicht vermeiden lässt. Falls die Symptome nicht besser werden, konsultieren Sie einen Arzt.

Was Sie vor Ihrer Reise in den Iran tun sollten: Gesundheits-Checkliste

Bevor es losgeht, hier noch ein paar wichtige Tipps, die wir für Sie als kurze Übersicht zusammengefasst haben: 

  • Stellen Sie sich Ihre persönliche Reiseapotheke zusammen.
  • Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sorgen Sie dafür, dass Sie diese in ausreichender Menge zur Verfügung haben. Denken Sie an die Beipackzettel, damit Sie bei der Zollkontrolle nicht unnötigen Fragen ausgesetzt werden.
  • Überprüfen Sie Ihre Standardimpfungen (s. Impfempfehlungen für den Iran).
  • Sprechen Sie mit einem Reisemediziner über empfohlene Impfungen.

Achten Sie auf Ihre Gesundheit während der Reise!

Regel Nummer 1 zur Erhaltung Ihrer Gesundheit auf Reisen lautet: Hygiene! So können Sie viele Krankheiten im wahrsten Sinne des Wortes schon im Keim ersticken. Regelmäßiges Händewaschen und Desinfektion sind unerlässlich. Um auch im Essen alle Keime abzutöten, sollten Gemüse und vor allem auch Fisch und Fleisch nur gut gekocht verzehrt werden. Verzichten Sie gänzlich auf Leitungswasser! Gönnen Sie Ihrem Körper ein wenig Ruhe nach der langen Reisezeit. Ein langsamer Spaziergang am ersten Tag ist sicherlich ein sinnvollerer Einstieg in Ihre Reise als eine anstrengende Bergwanderung. Durch die Zeitverschiebung fühlen sich die meisten Menschen in den ersten Tagen müde und abgeschlafft. Versuchen Sie zwar, sich schnell an die iranischen Tageszeiten anzupassen, aber halten Sie sich nicht mit anstrengenden Aktivitäten künstlich wach.

Krank nach der Reise?

Sollten Sie nach Ihrer Reise in den Iran an Fieber oder Durchfall erkranken, konsultieren Sie sofort Ihren Hausarzt. Melden Sie wie lange und wo genau Sie unterwegs waren, auch wenn die Reise schon mehrere Wochen zurückliegt. Bei einigen Krankheiten, wie z. B. Malaria, treten die Symptome erst Wochen oder sogar Monate nach der Infizierung auf. Deshalb ist es ratsam, rechtzeitig Kontakt mit einem Arzt aufnehmen. 

Medizinische Versorgung im Iran

In Teheran ist die medizinische Versorgung in fast allen Bereichen auf einem mittleren bis hohen Niveau. In den meisten anderen Regionen ist dies leider nicht der Fall. Die medizinische, technische und hygienische Ausstattung ist nicht mit europäischen Standards zu vergleichen. Umso wichtiger ist eine gute Reisekrankenversicherung mit eingeschlossener Reiserückholversicherung, da es bei schweren Erkrankungen gegebenenfalls zu einer Verlegung ins Ausland kommen kann und dort häufig hohe Summen als Vorauszahlung verlangt werden. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, lassen Sie sich die Notwendigkeit der Einnahme von Ihrem Arzt auf Englisch bestätigen und führen Sie eine ausreichende Menge des Medikaments mit sich.

IranNeo wünscht Ihnen einen gesunden und erholsamen Aufenthalt!